15.12.2006 – Stammheim: 19-jähriger Echzeller starb bei Verkehrsunfall

Landstrasse zwischen dem Stammheimer- Kreuz und Stammheim voll gesperrt

Stammheim – Die einsetzende Straßenglätte am späten Freitagabend wurde einem 19-jährigen Fahrer aus Echzell, der mit seinem Renault Clio aus Stammheim kommend in Richtung Stammheimer Kreuz unterwegs war zum Verhängnis. Kurz hinter dem Stammheimer Sportplatz schleuderte sein Fahrzeug in Folge der Straßenglätte über die Fahrbahn und prallte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug, einem VW Golf, zusammen. Die Wucht des Aufpralles war so stark, dass sich der Fahrer des Clio schwerste Verletzungen zuzog und noch an der Unfallstelle verstarb. Einen Schock erlitt der Fahrer des Golfs. Seine Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz gesessen hatte, erlitt schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung der Verletzten durch den Notarzt und Rettungskräfte der JUH, wurden die Eheleute aus Leidhecken zur Weiterbehandlung nach Gießen verlegt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Neben drei Streifen der Polizei war auch die Notfallseelsorge Wetterau vor Ort. Die Feuerwehr Stammheim unter der Leitung von Wehrführer Alexander Will und Gemeindebrandinspektor Alwin Kneiske, sicherte und leuchtete die Unfallstelle aus. Die Landstrasse 3188 war während der Bergungsarbeiten voll gesperrt.

Text und Bild: Robert Nolte, FF Nieder-Florstadt

Der Fahrer des Clio starb noch am Unfallort. Das Ehepaar aus Leidhecken erlitt schwere Verletzungen. Die beiden Fahrzeuge haben nur noch Schrottwert.

Anmerkung

Unser Sohn fuhr keinen Clio sondern einen Twingo. Das Ehepaar aus Leidecken versichererten uns, dass keiner von beiden schwer verletzt wurde. Sie wurden spätestens am Montag aus dem Krankenhaus entlassen.

Bei der Beisetzung von Dominik waren sie dabei und haben ihm die letze Ehre erwiesen.

Schon oft wurde uns oder Dominiks Bruder Matthias die Frage gestellt. War Dominik zu schnell oder hatte er vielleicht etwas getrunken.

Auf beide Fragen ein klares nein.

Laut Staatsanwaltsakte wurde der Alkoholwert im Blut von Dominik mit 0,0 gemessen.

Nach den Zeugenaussagen kam Dominik mit normaler Geschwindigkeit den Berg hinauf. In der Rechtskurve kam er durch die dort plötzlich auftretende Reifglätte ins Schleudern geriet mit der Beifahrerseite auf die Gegenfahrbahn. Dort kam in diesen Augenblick der Golffahrer, dieser hatte keinerlei Möglichkeiten unserem Sohn auszuweichen.

Gedanken

Als wir das Bild in der Zeitung sahen, konnten wir uns überhaupt nicht vorstellen, dass unser Sohn bei diesen Unfall ums Leben gekommen sein sollte. Erst als wir am Dienstag nach Freigabe des Fahrzeuges uns ein genaueres Bild machen konnten wurde alles klarer.

Der Aufprall erfolgte nicht auf der Fahrerseite wie man nach dem Bild im Zeitungsbericht denken könnte, sondern auf der Beifahrerseite. Diese ist durch den Seitenaufprall komplett zerstört.

Wir dachten Dominik hätte ein sicheres Fahrzeug. ABS, Airbags und natürlich Winterreifen waren für uns auch für ihn als Fahranfänger selbstverständlich. Die Airbags öffneten sich auch, aber durch den Seitenaufprall konnten auch die ihm nicht helfen.

Hier nur einige Bilder zur Verdeutlichung